Freundeskreis Cusco
Medicina Andina
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Centro de Medicina Andino in Cuzco

Es wurde beschlossen, den uns zur Verfügung gestellten Betrag aus der Sternsinger-Aktion in Höhe von € 5.000,- an das Kindermissionswerk Aachen - zweckgebunden für das Projekt „Gesundheitsschulungen für Mutter und Kind des Centro de Medicina Andino“ – zu überweisen. Diese Unterstützung unsererseits erfolgt zunächst einmalig. Über eine weitere Unterstützung wird erst entschieden, wenn uns ein vollständiger, schlüssiger und nachvollziehbarer Verwendungsnachweis dieser Gelder vorliegt.

Was hat uns bewogen, gerade dieses Projekt zur Unterstützung auszuwählen?

Unter der Leitung des deutschen Entwicklungshelfers Franz Riedel wurde im Jahre 1981 das „Centro de Medicina Andina“ in Cuzco gegründet. Ziel des Programms ist es, vor allem die Gesundheitssituation von Müttern und Kindern gerade in den abgelegenen Gebieten zu verbessern und zu stabilisieren. Etwa 80 Prozent der Landbevölkerung in den peruanischen Hochanden leben in extremer Armut ohne Zugang zu sauberem Wasser, Bildungseinrichtungen oder medizinischer Versorgung. Wie in anderen Entwicklungsländern auch sterben in Peru die meisten Kinder an Masern, Keuchhusten, Durchfall und Aids. Eingedenk der Tatsache, dass die Bevölkerung in den abgelegenen Gebieten der peruanischen Hochanden in den Provinzen Cusco, Puno und Apurimac im Krankheitsfalle kaum Zugang zu der traditionellen (westlich orientierten) Medizin hat, sei es aus strukturellen (nur schwer zu überwindende Entfernungen) oder aus wirtschaftlichen Gründen (nicht bezahlbare Medikamente), beschreitet das „Centro de Medicina Andino“ einen Weg, diesen Menschen durch die Belebung der traditionellen und natürlichen Anden-Medizin Hilfe zukommen zu lassen. Um diese Ziele zu erreichen, informiert das „Centro de Medicina Andina“ durch speziell ausgebildete “Gesundheitsförderer“ aus der ländlichen Bevölkerung die Bewohner dieser Provinzen über die in den Anden vorhandenen Heilpflanzen und die daraus zu gewinnenden Medikamente und deren Anwendungsbereiche. In den genannten Regionen wurden bisher etwa 1000 „Gesundheitsförderer“ in etwa 500 Gemeinden ausgebildet.

In der Region Cusco erfolgen nach wie vor knapp 50 % aller Geburten zu Hause mit Unterstützung von traditionellen Geburtshelferinnen. Die Verbesserung der hygienischen Bedingungen, aber auch die Betreuung der Mütter während der Schwangerschaft, bei der Geburt und der Nachsorge sind wichtige Schritte zur Senkung der Müttersterblichkeit und Kindersterblichkeit in Peru.

Die Versorgung der Kinder mit Nahrungsmitteln und Medikamenten im Wachstum sind wichtige Maßnahmen, um den Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Genau für diesen Bereich von „Centro de Medicina Andina“ haben wir uns entschieden.

Ein Schwerpunkt dieser speziellen Arbeit des „Centro de Medicina Andina“ ist das Wiege-Mess-Programm von kleinen und Kleinstkindern. Hierbei wird durch sogenannte „Gesundheitsförderer“ das Gewicht von Kindern im Alter von bis zu sieben Jahren regelmäßig kontrolliert, um eine Unterernährung feststellen und behandeln zu können. Allein im letzten Jahr konnten damit 900 Kinder gesundheitlich stabilisiert werden. Für die Mitarbeiter des Gesundheitszentrums ist es besonders wichtig, die traditionellen Lebensweisen der Bevölkerung mit in die Behandlungen einzubeziehen.
 
Da gerade dieser durch das „Centro de Medicina Andina“ praktizierte Ansatz nach unserer Einschätzung ein erfolgversprechender Weg ist, speziell die Erkrankungs- und Sterberate von kleinen Kindern zu senken, haben wir uns entschlossen, dieses Projekt erstmalig mit einem Teil der uns zur Verfügung gestellten Spendengelder aus der Sternsinger-Aktion der Porzer Rheinkirchen zu unterstützen. Wir sind überzeugt, dass auch diese Unterstützung eine „Hilfe zur Selbsthilfe“ darstellt, so wie wir es bei unseren anderen Projekten ebenfalls durchführen.