Freundeskreis Cusco
2013
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Neues aus dem Centro Medicina Andina

Der Freundeskreis Cusco hatte am 20.08.13 Besuch von Franz Riedel, dem Gründer des Projektes „Medicina Andina“ in Sicuani/Peru und seiner Frau Regina Riedel.

Dieses Projekt wird von uns seit ca. 4 Jahren regelmäßig unterstützt.

Nach einem kleinen Trip durch die Kölner Innenstadt mit zwei Mitgliedern des Leitungsteam hielt Franz Riedel,

im Pfarrzentrum von St. Laurentius einen von Bildern untermalten Vortrag über das Projekt, das er jahrzehntelang begleitet hat.

Mit dabei waren das Leitungsteam, ehem. Mitglieder des Leitungsteams, ein Vertreter der Presse sowie Familie, Freunde und Bekannte des FrKrCu.

In diesem aufschlussreichen Vortrag stellte Franz Riedel noch einmal das Projekt vor, gab neue Informationen und einen Zukunftsausblick.

Das Projekt „Medicina Andina“ legt derzeit sein Augenmerk darauf, Frauen als Gesundheitshelferinnen auszubilden, um die hygienischen Verhältnisse in der Bevölkerung zu verbessern.

So konnte unter anderem die Kindersterblichkeit in den Andendörfern reduziert werden.

In dieser Ausbildung werden die momentan 90 Frauen nicht nur im Gesundheitswesen geschult, sondern auch bei der Erziehung ihrer Kinder und weiteren familiären Angelegenheiten unterstützt.

Die Frauen bilden sich aber nicht nur weiter und kümmern sich um sich selbst, sonder sie organisieren auch 45 Mittagstische, die täglich für etwa 600 Familien eine Mahlzeit bereiten.

Zusätzlich wurde die politische Partizipation des Projektes ausgebaut. Das Projekt hat nun Vertreter im Haushaltsrat von Sicuani und kann somit bei der Verteilung von Geldern mitwirken. Auch die schon früher eingeführten Medizinschränke und Wasserfilter kommen weiterhin gut an. Ebenfalls wurden in den Gebäuden der Institution Solarduschen eingebaut und die Herde erneuert.
Viele Frauen können nun Medizin aus eigenem Anbau gewinnen und sind über die hygienischen Grundlagen im Alltag noch besser informiert. Obwohl die Frauen viele Schicksalsschläge - z.B. durch Trennung, sexuellen Missbrauch oder den nicht seltenen Verlust von Angehörigen - erlitten haben, konnte ihnen durch die erfahrenen Helfer und die geschaffene Gruppendynamik geholfen werden. Die Frauen, die meist alleinerziehend sind, befinden sich nun in einer psychologisch besseren Verfassung.

In Zukunft soll das Projekt auch bei der Unterstützung von Problemen mit der Erziehung, der Verarbeitung von Schicksalsschlägen und der Stellung der Frau in der Gesellschaft erweitert werden. Auch eine Einbeziehung der Lebenspartner soll gefördert werden. Hierdurch kann das Projekt die gesamte Familie miteinbeziehen und auf die individuellen familiären Bedürfnisse eingehen.


Ringelnatzabend

im Jugendheim von St. Herrmann Joseph in Köln-Dünnwald fand am 11.10.13 der Ringelnatzabend mit Peter Richerzhagen und dem Sextett des Ersten Kölner Akkordeonorchester 1935 e.V. statt.

Der Kabarettist, Dichter und Maler der 1920er Jahre, Joachim Ringelnatz stand im Mittelpunkt einer Lesung am 11. Oktober 2013 im voll besetzten Saal des Jugendheimes St. Herrmann Joseph in Köln - Dünnwald.

Veranstaltet wurde der Abend vom „Förderverein Jugendheim St. Herrmann Joseph“ und dem „Freundeskreis Cusco“ aus Köln - Ensen/Westhoven.

Mit Peter Richerzhagen hatten Sie einen Interpreten gefunden, der den Zuhörern den vielseitigen Joachim Ringelnatz näherbrachte.

Ringelnatz wurde bekannt durch seine ebenso skurrilen wie tiefsinnigen Gedichte.

Seine Nase war sein Markenzeichen und Seemann Kuttel Daddeldu die bekannteste Figur, die er erschaffen hatte. Der Kölner Mundartdichter Peter Richerzhagen widmete dem Kabaerttisten, Maler und Schriftsteller Joachim Ringelnatz einen ganzen Abend. Peter Richerzhagen trug beliebte Gedichte wie „Überall ist Wunderland“ und „Bumerang“ vor und erzählte Seemannsgarn von Kuttel Daddeldu. Dieser war, laut Richerzhagen, bekannt dafür, „Grog zu saufen und dabei Märchen zu erzählen.“

„Die geheime Melancholie von Ringelnatz hat mich schon als Kind fasziniert, und sie faszieniert mich noch heute“, schilderte Peter Richerzhagen. Der Mundartdichter gab auch einen Einblick in das Leben in den 20er Jahren, der Zeit, in der Ringelnatz viele Erfolge feierte, unter anderem im Berliner Kabarett „Schall und Rauch“. Anhand von Bildern zeigte Peter Richerzhagen, welche Personen neben Ringelnatz und welche Ereignisse von der Gentechnik bis zur abstrakten Kunst dieses Jahrzehnt am meisten geprägt hatten. Sie haben sich auf das Jahrhundert auswirkt.

Musikalisch begleitet wurde der Abend durch das Sextett des „Ersten Kölner Akkordeon – Orchester von 1935.“ Die Musiker spielten zur Eröffnung die „Tarantella Arabiata“. Im Verlauf des Abends wurde u. a. noch das Chanson „La Mer“ von Charles Trenet und zum Abschied „Kutt jot heim“ von Henner Berzau.

Die Einnahmen wurden je zur Hälfte auf die beiden Veranstalter für ihre Jugendarbeit in Köln und Cusco/Peru aufgeteilt.

Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt Rund um das Alexianer – Krankenhaus

Am Freitag 22. und Samstag 23 November 2013 fand der inzwischen traditionelle mittelalterliche Weihnachtsmarkt auf dem rund um das Alexianer – Krankenhaus statt. Mehr als 40 illuminierte Verkaufsstände und eine entsprechende Vielzahl von Sitzplätzen, die trotz nasskaltem Wetter sehr gut angenommen wurden, verwandelten die Parkplätze vor der Gärtnerei und den Werkstätten in einen Ort mit adventlicher Stimmung.

Den Markt besuchten geschätzte 3 bis 4.000 Menschen an den beiden Tagen.

Der Freundeskreis Cusco ist seit 2006 auf Einladung der Geschäftsleitung des Alexianer - Krankenhaus, mit einem Verkaufsstand vertreten.

In einem dieser Verkaufsstände bot der Freundeskreis Cusco u. a. Schmuck und Wollsachen aus Peru an. Weiterhin wurden Figuren und Vasen aus Keramik angeboten. Als Gast hatten wir einen Krippenbauer aus der Eifel, dessen Arbeit von den Standbesuchern vielfach begutachtet und bewundert wurden. Viele der Besucher wollten auch mehr über unsere Projekte in Cusco/Peru wissen. Diesem Wunsch sind wir natürlich nachgekommen.

Für den Freundeskreis Cusco ist der mittelalterliche Weihnachtsmarkt eine gute Möglichkeit uns in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

 


Kölsche Tön em Advent

Seit nunmehr zwölf Jahren gibt es die „Kölsche Tön em Advent“, die auf einer Idee von den Mitbegründern des Freundeskreis Cusco, Ursula und Siegfried Löffler basiert. Sie haben 2001 eine vorweihnachtliche Veranstaltung gesucht, die der Zeit angemessen entspricht und gleichzeitig auch durch Spenden den Projekten in Peru weiterhelfen sollte. Es sollte ein adventliches Programm sein welches sich von den allgemeinen in Karnevalsstimmung endenden stattfindenden „kölschen“ Vor - Weihnachtsfeiern abhebt.

So konnten Sie den Kölner Mundartdichter Peter Richerzhagen von Ihrer Idee überzeugen, so dass Er sich spontan bereit erklärte die Moderation zu übernehmen.

Gemeinsam nahm das Projekt unter dem Namen „Kölsche Tön em Advent“ seinen bis heute wohl eimaligen Verlauf.

Bis einschließlich zur „Zwölften“ Ausgabe hat Peter Richerzhagen über 70 neue Geschichten und Gedichte eigens nur für diese Veranstaltung geschrieben. Die Abende die von Anfang an immer am Freitag vor dem 1. Adventssonntag stattfanden, sind regelmäßig ausverkauft. Peter Richerzhagen verzichtet seit Beginn der Veranstaltung auf jegliches Honorar zu Gunsten der Kinder in unseren Projekten. Die eingeladenen Musikanten verzichten ebenfalls auf einen Teil des Ihnen zustehendes Honorars.

So war es auch in diesem, dem Zwölften Jahr.

Ein, trotz starker Erkältung, gut aufgelegter Peter Richerzhagen mit neuen Gedichten und Geschichten, mit einer tollen musikalische Begleitung durch „De Büggele“ und einem Ehrengast. Prof. Dr. Jürgen Bennack, der bei den längeren Geschichten zur Schonung von Peters Richerzhagens Stimme eingesprungen ist.

Ein Höhepunkt war u. a. am Schluss das Danklied von 180 Sänger und Sängerinnen für Peter Richerzhagens Moderation und den Erhalt des diesjährigen Ehrenamtspreises der Stadt Köln. 

Die Besucher waren so begeistert, das es zum ersten mal Schluss noch „Standing Ovantion“ gab.

Pfarrer Büsch hatte es so gut gefallen, dass er den Abend am Sonntagmorgen in der Messe als Einstieg in die Adventzeit erwähnt hat.